„Pitchkultur“-Diskussion geht in die nächste Runde

Nach der Agentur-Umfrage zur Pitchkultur der Horizont Redaktion in 2015, bin ich mit der recht gewagten These „Die meisten Pitches in Deutschland sind Schwachsinn!“ ins neue Jahr gestartet.

Diese ist bewusst etwas provokant formuliert, denn damit möchte ich zu einem kritischen, konstruktiven Austausch beitragen – sowohl in der Branche als auch in den Fachabteilungen. Nach einer sehr großen, positiven Resonanz geht das Thema in die 2. Runde, indem sich nun die Unternehmen und auch der OWM als führender Kundenverband dazu zu Wort melden und in die Diskussion einsteigen.

Natürlich wird es weiterhin viele und auch sinnvolle Pitches geben. Aber es gibt auch sehr viele Fälle, in denen ein anderes Vorgehen bei der Suche einer Agentur erfolgversprechender ist. Dies für Kunden zu prüfen und bestmöglich durchzusteuern, ist unsere Profession und unser Tagesgeschäft. Da wir aber, trotz über 400 erfolgreich durchgeführter Auswahlprozesse, nicht jeden Prozess begleiten, ist diese Debatte mein Beitrag zur Professionalisierung von Agenturauswahlverfahren.

Der Stein ist ins Rollen gebracht. Lassen Sie uns weiter diskutieren und gemeinsam eine zukunftsfähige Pitchkultur definieren!

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One Comment

  1. Thomas Brasch Says :

    Posted on 22. Januar 2016 at 11:45

    Meine Erfahrung bestätigt Ihre kritische Einschätzung. Selten sind es nüchtern kaufmännische Anlässe, die zu einem Agenturpitch führen. Häufig ist es wachsender Leidensdruck, weil der allgemeine Geschäftserfolg unbefriedigend ist oder weil die Verantwortlichen den unternehmerischen Beitrag der Marketingkommunikation nicht nachweisen können. Nicht selten ist es auch nur der persönliche Wechsel der Entscheider oder eine Ermüdung der persönlichen Agenturbeziehung. In all diesen Fällen fehlt es dann oft an ernsthafter Vorbereitung, intensiver – auch selbstkritischer – Analyse und daraus zielführenden, klaren Briefings.

    Der damit oft einhergehenden Litanei über die wachsende Komplexität der Marketing- und Kommunikationsaufgaben hat (für mich nicht überraschend, da ich sie kenne) Kerstin Köder prägnant entgegengesetzt: „Die Ausrede, dass die Aufgabe so komplex sei und daher 50 Seiten benötigt, zählt nicht. Wenn man der Agentur auf einer Seite nicht sagen kann, was Ziele und Aufgaben sind, weiß man es selber nicht.“ Das sollte auch in Agenturen eigentlich altbekannt sein.

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